Als ich den Trailer zu Masters of the Universe gestartet habe, war ich ehrlich gesagt gespannt – aber auch vorsichtig. Man hat schon so viele Neuauflagen gesehen, die mehr versprochen als gehalten haben. Doch dann liefen die ersten Bilder… und mit einem Schlag war ich nicht mehr im Hier und Jetzt. Ich war wieder in meinem Kinderzimmer.
Ich habe sie wirklich fast alle gehabt. He-Man natürlich – mehrfach, weil einer irgendwann Kampfspuren hatte. Skeletor durfte nie fehlen. Man-At-Arms, Teela, Beast Man, Trap Jaw, Tri-Klops… jede Figur hatte ihren festen Platz in meinem kleinen Eternia. Und dann Castle Grayskull – dieses Tor! Dieses Mikrofon! Diese Mechanik! Allein das Aufklappen war schon ein Ritual.
Stundenlang habe ich Schlachten inszeniert. Ich habe Stimmen verstellt, Dialoge erfunden, Allianzen geschmiedet, Verrat geplant. In meinem Kopf war das keine Spielzeugwelt – das war ein echtes Universum. Wenn He-Man das Schwert hob, war das für mich kein Plastik. Das war Macht. Hoffnung. Heldentum.
Und genau dieses Gefühl hat der Trailer wieder ausgelöst. Dieses epische, überlebensgroße Pathos. Diese klare Linie zwischen Licht und Dunkelheit. Der Moment, wenn man merkt: Hier geht es nicht nur um Action – hier geht es um Mythos. Um Legende. Um Figuren, die größer sind als das Leben selbst.
Ich liebe, dass der Trailer diese Wucht transportiert. Diese Blockbuster-Energie. Diese moderne Inszenierung mit großen Bildern und klarer Dramaturgie. Es fühlt sich nicht klein oder ironisch an. Es fühlt sich ernst gemeint an. Als würde jemand sagen: Diese Welt verdient es, groß erzählt zu werden.
Natürlich sieht vieles anders aus als früher. Es ist moderner, realistischer, vielleicht auch kantiger. Aber das stört mich nicht – im Gegenteil. Es fühlt sich an, als würde meine Kindheitsfantasie endlich in einer Dimension stattfinden, die ihr gerecht wird. Damals musste mein Kopf die Explosionen, die Weite von Eternia und die epischen Kämpfe ergänzen. Jetzt sehe ich sie tatsächlich vor mir.
Und ja – ich bin gehyped. Nicht nur so ein bisschen neugierig. Sondern richtig. Dieses innere Grinsen, wenn man an den Kinostart denkt. Dieses „Das muss ich auf der großen Leinwand sehen!“.
Weil es eben nicht nur irgendein Franchise ist.
Es war ein Teil meiner Identität als Kind.
Diese Figuren haben meine Fantasie geprägt. Sie haben mir gezeigt, was Stärke bedeutet – nicht nur körperlich, sondern moralisch. Dass man für das Gute einsteht. Dass Freundschaft zählt. Dass man sich gegen Dunkelheit stellt, egal wie übermächtig sie wirkt.
Wenn ich heute den Trailer sehe, dann sehe ich nicht nur einen Film.
Ich sehe Erinnerungen.
Ich höre das Klacken der Figuren.
Ich rieche förmlich das Plastik der Verpackungen.
Ich sehe mich auf dem Boden sitzen, komplett versunken in meiner eigenen Geschichte.
Und genau deshalb hoffe ich so sehr, dass dieser Film das einfängt. Nicht nur Nostalgie. Nicht nur Fanservice. Sondern dieses ehrliche, kindliche Staunen. Dieses Gefühl, dass Helden existieren können – zumindest für zwei Stunden im Kino.
Wenn der Film es schafft, auch nur einen Bruchteil von dem zurückzubringen, was ich damals gefühlt habe, dann wird das für mich mehr als Unterhaltung. Dann wird es eine Reise zurück.
Zurück nach Eternia.
Zurück zu meinen Figuren.
Zurück zu dem Jungen, der mit leuchtenden Augen das Schwert hob und rief:
Bei der Macht von Grayskull.
