Live
Offline

Stream startet in:

00Tage : 16Stunden : 22Minuten : 28Sekunden

Masters of the Universe (2026): Zurück in meine Kindheit

Es gibt Filme, die man anschaut – und es gibt Filme, die eine Tür öffnen. Als bei Masters of the Universe das Licht im Kinosaal ausging und Eternia vor mir zum Leben erwachte, saß dort für einen Moment nicht nur der Erwachsene von heute. Da war plötzlich wieder der Junge von damals, der seine Figuren auf dem Boden aufstellte, Schlachten erfand und mit jedem Griff nach He-Man, Skeletor oder Teela eine neue Welt erschuf.

Ich hatte damals alle Figuren. Wirklich alle. Jede einzelne war für mich mehr als bemaltes Plastik. Sie war eine Figur in einer Geschichte, die nur in meinem Kopf existierte und trotzdem völlig echt wirkte. Genau deshalb war dieser Film für mich kein gewöhnlicher Neustart einer bekannten Marke. Er war eine Reise zurück zu einem Teil meiner Kindheit, den ich nie vergessen hatte – von dem ich aber nicht wusste, wie lebendig er sich noch anfühlen konnte.

OldGamingMan77 Avatar steht ohne Schwert vor Castle Grayskull in einer Masters-of-the-Universe-Fantasywelt
Zurück nach Eternia: OldGamingMan77 vor Castle Grayskull.

Mein Fazit ohne Spoiler

Masters of the Universe ist für mich ein großes, farbenfrohes und erstaunlich herzliches Fantasy-Abenteuer. Der Film versucht nicht, seine Wurzeln zu verstecken oder sich für die bunte Welt von Mattel zu entschuldigen. Er trägt sie mit Stolz. Genau das hat mich gewonnen. Die Geschichte ist bewusst geradlinig, der Ton wechselt zwischen Pathos, Humor, Action und echtem Gefühl – und über allem liegt diese besondere Energie, die mich an die Nachmittage meiner Kindheit erinnert.

Der Film ist nicht deshalb stark, weil er alles neu erfinden will. Er ist stark, weil er verstanden hat, warum diese Welt so vielen Menschen etwas bedeutet. Er nimmt Eternia ernst, ohne dabei schwer zu werden. Er darf groß, wild und manchmal herrlich überzeichnet sein. Und wenn die bekannten Formen, Farben und Silhouetten auf der Leinwand erscheinen, fühlt es sich an, als wären die alten Figuren aus meinem Kinderzimmer plötzlich wirklich lebendig geworden.

Mehr als ein Film – eine Zeitmaschine

Meine Erinnerungen an Masters of the Universe bestehen nicht nur aus einzelnen Namen. Es sind Bilder, Geräusche und Gefühle. Das satte Grün von Castle Grayskull. Die mächtige Silhouette von He-Man. Skeletors Totenkopfgesicht. Rüstungen, Waffen, Fahrzeuge und diese wunderbar kompromisslosen Farben. Jede Figur sah so aus, als hätte sie bereits eine Geschichte erlebt, bevor man sie überhaupt aus der Verpackung nahm.

Ich weiß noch, wie selbstverständlich diese Welt damals zu meinem Alltag gehörte. Auf dem Fußboden wurden Möbel zu Bergen, Decken zu fremden Landschaften und ein ganz normales Zimmer zu Eternia. Es gab keine Grenzen für das, was passieren konnte. Gut und Böse waren klar erkennbar, aber die Abenteuer dazwischen gehörten mir. Ich entschied, wer gewann, wer gerettet wurde und welche unmögliche Allianz am Ende doch zustande kam.

Als der neue Film diese Welt vor mir ausbreitete, waren diese Erinnerungen nicht nur ein leises Hintergrundrauschen. Sie kamen mit voller Kraft zurück. Manchmal reichte ein Helm, eine Rüstung oder eine bestimmte Haltung einer Figur. Manchmal war es die Musik, dann wieder ein Blick auf Castle Grayskull. Ich hatte mehr als einmal dieses Kribbeln, bei dem man gleichzeitig lächeln und schlucken muss. Es war Freude – aber auch ein bisschen Wehmut darüber, wie weit diese Kindheit entfernt ist und wie nah sie sich plötzlich wieder anfühlen kann.

So nah an den Mattel-Actionfiguren

Was mich besonders begeistert hat, ist die visuelle Nähe zu den klassischen Mattel-Actionfiguren. Die Filmemacher haben offenbar verstanden, dass Masters of the Universe über starke, sofort erkennbare Formen funktioniert. Die Figuren dürfen aussehen wie Figuren. Die Rüstungen dürfen markant, die Farben kräftig und die Gegner herrlich extravagant sein. Man hat nicht versucht, alles in ein austauschbares Grau zu verwandeln.

Für mich wirkte es an vielen Stellen, als hätte jemand die alten Spielzeuge genommen, ihre charakteristischen Details sorgfältig bewahrt und sie dann in glaubwürdige Filmkostüme übersetzt. Natürlich sehen sie moderner und beweglicher aus. Aber ihre DNA ist noch da. Die Silhouetten, die Farbcodes, die ungewöhnlichen Materialien und die fast schon skulpturale Gestaltung erinnern genau an das, was die Figuren damals im Regal so besonders machte.

Diese Nähe ist keine billige Nostalgie. Sie zeigt Respekt. Als jemand, der die Sammlung komplett hatte und diese Designs über Jahre vor Augen hatte, fühlte ich mich ernst genommen. Ich musste die Figuren nicht erst durch eine beliebige Neuinterpretation hindurch wiedererkennen. Sie waren da – größer, lebendiger und mit all der Wucht, die ich ihnen als Kind in meiner Fantasie immer gegeben hatte.

He-Man, Skeletor und die Menschen hinter den Ikonen

Prince Adam und He-Man müssen zwei Seiten derselben Figur tragen: Unsicherheit und Verantwortung, Menschlichkeit und Mythos. Für mich funktioniert diese Reise vor allem dann, wenn der Film Adam nicht nur als Körper und Schwert zeigt, sondern als jemanden, der erst verstehen muss, was Macht überhaupt bedeutet. Stärke entsteht nicht einfach durch Muskeln. Sie entsteht aus der Entscheidung, für andere einzustehen.

Auch Teela und Man-At-Arms fühlen sich nicht wie bloße Stichwortgeber an. Sie geben dieser Welt Haltung, Wärme und Boden unter den Füßen. Idris Elba bringt eine ruhige Autorität mit, die dem fantastischen Spektakel guttut. Und Skeletor? Der darf endlich wieder seltsam, theatralisch, bedrohlich und auf die bestmögliche Art ein wenig wahnsinnig sein. Jared Leto spielt keinen Gegner, der möglichst realistisch wirken möchte. Er spielt eine Ikone des Bösen, die aus genau dieser überlebensgroßen Welt stammt.

Besonders mochte ich, dass der Humor die Vorlage nicht lächerlich macht. Der Film weiß, wie ungewöhnlich sein Universum ist, aber er zwinkert nicht so lange, bis nichts mehr davon übrig bleibt. Er lässt die Figuren an ihre Welt glauben. Dadurch kann auch ich als Zuschauer wieder an sie glauben.

Warum sich die positiven Stimmen für mich richtig anfühlen

Nach dem Film habe ich viele positive Kritiken gelesen. Überraschend oft fand ich dort genau das wieder, was ich selbst gespürt hatte. Gelobt werden vor allem die farbenfrohe Treue zur Vorlage, die Kostüme, die Schauplätze, die klare Liebe zur Mythologie und die Tatsache, dass der Film einfach Spaß machen will. Mehrere Kritiker beschreiben ihn sinngemäß als aufrichtiges Fantasy-Abenteuer mit 80er-Jahre-Energie – modern umgesetzt, aber ohne Scham vor seiner Herkunft.

Auch die Mischung aus Action und Herz wird häufig hervorgehoben. Das kann ich nachvollziehen. Die Kämpfe wirken groß, aber sie sind nicht das Einzige, was hängen bleibt. Dazwischen gibt es Momente über Identität, Familie, Verantwortung und den Mut, zu sich selbst zu stehen. Der Film ist dann am besten, wenn er nicht nur fragt, wer das stärkste Schwert führt, sondern wofür diese Stärke eingesetzt wird.

Andere positive Stimmen loben das Tempo, die unterhaltsame Space-Opera-Seite und den Fanservice. Auch hier gehe ich mit: Die bekannten Elemente sind nicht wie eine Checkliste aneinandergereiht. Viele davon lösen etwas aus, weil sie in die Welt eingebettet sind. Wer mit den Figuren groß geworden ist, erkennt mehr. Wer neu dazukommt, bekommt trotzdem ein verständliches Abenteuer.

Meine eigene Begeisterung entstand deshalb nicht aus einem einzelnen Auftritt oder einem kurzen Nostalgie-Moment. Sie wuchs daraus, dass der gesamte Film seine Vorlage sichtbar mag. Er behandelt Masters of the Universe nicht wie altes Material, das man erst entschuldigen oder zynisch brechen muss. Er behandelt diese Welt wie einen Schatz, den man für eine neue Generation wieder öffnen darf.

Nicht perfekt – aber genau deshalb sympathisch

Natürlich ist nicht jede Wendung überraschend, und manche Figuren hätten von noch mehr Zeit profitiert. Die Geschichte folgt einem klassischen Heldenweg. Wer ausschließlich radikale Neuerfindung oder nüchternen Realismus erwartet, wird vielleicht nicht alles lieben. Aber für mich gehört diese klare, fast märchenhafte Struktur zur Identität von Masters of the Universe.

Der Film darf aufrichtig sein. Er darf von Gut und Böse, Mut, Freundschaft und Bestimmung erzählen. Er darf ein leuchtendes Schwert in die Höhe halten, ohne sich dafür zu schämen. Gerade in einer Zeit, in der viele Blockbuster ihre eigenen Ideen ständig ironisch kommentieren, ist diese Ehrlichkeit erfrischend. Ich wollte kein düsteres Dekonstruktionsdrama. Ich wollte Eternia. Und genau das habe ich bekommen.

Als Castle Grayskull wieder vor mir stand

Castle Grayskull war für mich nie nur eine Kulisse. Es war das Zentrum dieser ganzen Fantasiewelt: geheimnisvoll, ein wenig unheimlich und voller Macht. Als ich es im Film sah, hatte ich sofort wieder das Bild der Spielwelt vor Augen, um die herum unzählige Schlachten entstanden waren. Nur war das Schloss diesmal nicht aus Kunststoff. Es ragte riesig vor mir auf, mit Stein, Schatten, Licht und einer Geschichte, die man beinahe fühlen konnte.

In solchen Augenblicken verschmelzen Gegenwart und Vergangenheit. Ich saß im Kino, aber ein Teil von mir kniete wieder auf dem Teppich. Die alten Figuren waren längst verstaut oder verschwunden, doch die Geschichten, die ich mit ihnen erlebt hatte, waren noch da. Vielleicht ist das die größte Kraft dieses Films: Er erinnert uns daran, dass Fantasie nicht mit der Kindheit endet. Sie wartet nur darauf, wieder geweckt zu werden.

Mein persönliches Schlusswort

Masters of the Universe hat mir etwas gegeben, das kein perfekter Effekt und keine noch so große Actionszene allein erzeugen kann: ein echtes Wiedersehen. Mit Eternia. Mit den Figuren, die mich begleitet haben. Und ein Stück weit auch mit mir selbst.

Ich ging aus dem Film mit diesem seltenen Gefühl, gleichzeitig älter und jünger geworden zu sein. Älter, weil mir bewusst wurde, wie viele Jahre seit den Tagen mit meiner vollständigen Figurensammlung vergangen sind. Jünger, weil die Begeisterung sofort wieder da war. Ungebremst, ehrlich und so lebendig wie damals.

Für neue Zuschauer ist es ein großes Fantasy-Abenteuer. Für Fans ist es ein Heimkommen. Und für mich war es der Moment, in dem die Helden aus meinem Kinderzimmer noch einmal ihre Schwerter erhoben.

Bei der Macht von Grayskull: Ich hatte auf einen guten Film gehofft – und bekam eine Reise zurück in meine Kindheit.

Masters of the Universe bei Amazon

Wer den Film für die eigene Sammlung vormerken oder die Welt von Masters of the Universe weiterentdecken möchte, findet hier meine Affiliate-Empfehlungen:

Masters of the Universe auf Blu-ray bei Amazon ansehen Masters of the Universe Store bei Amazon entdecken

Transparenz: Die Links sind Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalte ich möglicherweise eine kleine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Klassische Helden und spätere Figuren

Der neue Film setzt also überwiegend auf klassische MOTU-Charaktere, ergänzt sie aber um einige Figuren, die es als Vintage-Spielzeug nie gab. Dazu gehören besonders Goat Man und Karg: Beide waren keine Figuren der ursprünglichen Vintage-Reihe meiner Kindheit, sondern erschienen erst deutlich später als Actionfiguren. Gerade deshalb fühlt sich ihre Einbindung wie eine Brücke zwischen meinen alten Erinnerungen und der später gewachsenen Welt von Masters of the Universe an.

⚠️ Spoiler-Warnung: Adora, She-Ra, Skeletor und die mögliche Fortsetzung

Adora / She-Ra wird enthüllt

Man sieht Prinzessin Adora, die Zwillingsschwester von Adam, also He-Man. Sie befindet sich in der Fright Zone, der Festung der Horde. Jemand nennt sie „Force Captain Adora“ – genau wie in der klassischen Geschichte, in der Hordak sie als Kind entführt und zur Anführerin seiner Horde macht.

Adora antwortet sinngemäß: „Nicht mehr.“ Das ist für mich ein sehr deutliches Zeichen dafür, dass sie sich von der Horde lossagt und sich auf den Weg zur Heldin She-Ra macht.

Skeletor ist wahrscheinlich nicht endgültig besiegt

Evil-Lyn sammelt Skeletors Schädel auf. Zusammen mit seinem Lachen am Ende macht das klar: Dieser Gegner soll zurückkehren. Skeletors Geschichte ist sehr wahrscheinlich noch nicht vorbei.

Bedeutet das, dass Hordak kommt?

Sehr wahrscheinlich ja. Die Szene mit Adora in der Fright Zone ist ein kaum zu übersehender Hinweis auf Hordak. Er ist der Anführer der Evil Horde, entführt Adora in der klassischen Geschichte und ist der Erzfeind von She-Ra. In vielen MOTU-Versionen gilt er außerdem als früherer Lehrmeister Skeletors.

Für einen zweiten Film würde ich deshalb mit einer deutlich größeren Welt rechnen: He-Man und She-Ra gemeinsam, Skeletors Rückkehr, Hordak und die Evil Horde – vielleicht sogar mit ersten Hinweisen auf Etheria. Allein diese Aussicht weckt in mir schon wieder dieselbe Vorfreude wie früher, wenn eine neue Figur oder ein neues Abenteuer angekündigt wurde.

⚠️ Spoiler-Ausblick: Kommt eine She-Ra-Serie?

Ein Live-Action-Projekt zu She-Ra befindet sich bei Amazon schon seit einigen Jahren in Entwicklung. Bislang ist jedoch nicht offiziell bestätigt, dass diese Serie im selben Universum wie der neue Masters-of-the-Universe-Film spielt. Das Projekt wurde ursprünglich unabhängig vom Kinofilm entwickelt – die Filmszene mit Adora eröffnet nun aber viele spannende Möglichkeiten.

Meine Einschätzung als langjähriger MOTU-Fan

Ich habe das Gefühl, dass Mattel und Amazon hier langfristig etwas Größeres aufbauen möchten – ähnlich wie Marvel oder DC ihre Welten Schritt für Schritt erweitert haben. Der mögliche Weg liegt fast schon vor uns:

  • Masters of the Universe als Startpunkt
  • die Einführung von She-Ra
  • Hordak und die Evil Horde als nächste große Bedrohung
  • später vielleicht die Snake Men mit King Hiss
  • und irgendwann sogar Horde Prime oder weitere Figuren aus dem erweiterten Universum

Die End-Credit-Szenen wirken jedenfalls so, als sei dieser Film bewusst als Anfang einer größeren Reihe angelegt. Eine Fortsetzung dürfte trotzdem erst dann offiziell grünes Licht bekommen, wenn der kommerzielle Erfolg stimmt. Als Fan hoffe ich natürlich, dass genau das passiert – denn Eternia, Etheria und all diese Figuren hätten noch unglaublich viele Geschichten zu erzählen.