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WARDOGS-Abo gegen Cheater? Würdet ihr für bessere Server zahlen?

OldGamingMan77 vor geschützten Servern in einem fiktiven WARDOGS-Schlachtfeld – Illustration zum Anti-Cheat-Abo
KI-generierte redaktionelle Illustration mit OldGamingMan77-Avatar. WARDOGS-Logo © BULKHEAD Interactive / Team17.

Würdet ihr jeden Monat extra bezahlen, um in WARDOGS auf besseren Servern mit stärkerem Schutz vor Cheatern zu spielen? Diese Frage klingt im ersten Moment wie ein Gerücht aus irgendeinem Forum. Doch hinter der Diskussion steckt tatsächlich eine öffentlich besprochene Idee, die Joe Brammer zugeschrieben wird. Wichtig ist nur: Eine Idee ist noch kein fertiges Produkt.

Ich habe mir die Aussagen, die Diskussion in der Community und den aktuellen Stand deshalb genauer angesehen. Denn gerade bei Anti-Cheat-Themen wird aus einem Gedanken schnell eine vermeintlich beschlossene Ankündigung. Genau das ist hier bislang nicht der Fall.

Was wirklich im Raum stand

Im Podcast The Dropshot wurde am 27. Juli 2026 ein eigenes Kapitel mit dem Titel „Joe Brammer’s Monthly Subscription Idea“ veröffentlicht. In der Beschreibung wird die Idee als monatliches Abo für bessere Server und Anti-Cheat zusammengefasst. Direkt danach folgt das Kapitel über die ablehnenden Reaktionen auf Reddit.

Damit ist der Kern der Erinnerung richtig: Joe Brammer brachte beziehungsweise erwog öffentlich ein freiwilliges Bezahlmodell rund um bessere Server und stärkeren Anti-Cheat. Daraus wurde aber bisher kein offiziell angekündigtes „WARDOGS Premium Secure Server“-Paket mit bestätigtem Preis oder Starttermin.

Der Faktencheck in kurz:

  • Öffentlich diskutierte Abo-Idee für bessere Server und Anti-Cheat: Ja.
  • Offiziell gestartetes Premium-Abo gegen Cheater: Nein, dafür gibt es derzeit keine Bestätigung.
  • Mietbare Community-Server bei ausgewählten Partnern: Ja.
  • Eigene Kicks und Banns durch Community-Admins: Ja, aber nur auf dem jeweiligen Server.
  • Secure Boot und TPM heute zwingend für Online-Spiel: Nein – laut offizieller Sicherheitsrichtlinie aktuell nicht.

Community-Server sind nicht dasselbe wie Premiumserver

WARDOGS besitzt inzwischen Community-Server über ausgewählte Hosting-Partner. Der große praktische Unterschied zu einem offiziellen Match ist die menschliche Moderation: Serverbesitzer und ihre Admins dürfen Störenfriede und mutmaßliche Cheater direkt vom eigenen Server kicken oder bannen.

Das kann in der Praxis schneller und spürbarer sein als ein Meldesystem, bei dem man nach dem Report erst einmal weiterspielt und auf eine spätere Reaktion hofft. Trotzdem sind diese Community-Server keine bestätigten offiziellen Premium-Anti-Cheat-Server. Auch ein Community-Bann gilt nur auf dem betroffenen Server und ist kein globaler WARDOGS-Bann.

Secure Boot und TPM: zusätzliche Hürde, kein Zauberstab

Parallel wird über Secure Boot und TPM gesprochen. In einem aktuellen, Joe Brammer zugeschriebenen Beitrag war von 88 Prozent der Spieler mit aktiviertem Secure Boot und 96 Prozent mit aktiviertem TPM die Rede. Brammer bezeichnete Secure Boot dabei sinngemäß als eine der wirkungsvollsten Maßnahmen gegen einen großen Teil der bisher beobachteten Cheats.

Das klingt erst einmal vielversprechend. Die offizielle WARDOGS-Sicherheitsrichtlinie sagt zurzeit jedoch ausdrücklich, dass Secure Boot und TPM noch keine Voraussetzung für das Online-Spiel sind. BULKHEAD behält sich vor, diese Anforderung später einzuführen und will das vorher ankündigen.

Technisch können solche Anforderungen die Hürde für bestimmte Manipulationen erhöhen. Sie garantieren aber keine cheaterfreien Server. Gleichzeitig können ältere oder falsch konfigurierte Systeme ausgeschlossen werden. Deshalb braucht es nachvollziehbare Hilfen, eine Übergangszeit und Transparenz darüber, was die Maßnahme tatsächlich verbessert.

Wäre ein freiwilliges Abo fair?

Ich sehe bei der Idee zwei Seiten. Gute Server kosten Geld, aktive Moderation kostet Zeit, und die Entwicklung eines ständig verbesserten Anti-Cheat-Systems ist kein einmaliger Haken auf einer Liste. Wenn ein freiwilliges Zusatzmodell mehr Leistung, echte Admins und messbar weniger Cheater finanziert, kann ich verstehen, warum Spieler dafür offen sind.

Auf der anderen Seite darf Sicherheit nicht zu einem Luxus werden. Wer das Spiel gekauft hat, muss auch ohne Zusatzabo ordentliche Server und einen ernst zu nehmenden Basisschutz erhalten. Es wäre ein völlig falsches Signal, wenn die normale Umgebung bewusst schlechter bliebe und man für das eigentlich erwartbare Spielerlebnis noch einmal monatlich zahlen müsste.

Für mich wäre ein optionales Modell nur dann denkbar, wenn diese Punkte erfüllt sind:

Der Vergleich mit Rust ist interessant – aber nicht eins zu eins

Rust zeigt, dass eine zusätzliche Zugangshürde etwas bewirken kann. Die dortigen offiziellen Premium-Server funktionieren allerdings nicht als Monatsabo. Der Zugang setzt einen bestimmten Wert an Gegenständen im Steam-Inventar voraus. Dadurch werden neue Wegwerfkonten für Cheater teurer.

Facepunch berichtete, dass Spieler auf diesen Premium-Servern ungefähr viermal seltener auf Cheater trafen als auf regulären Servern. Das ist ein spannender Hinweis, aber kein Beweis dafür, dass dasselbe Modell in WARDOGS automatisch genauso funktioniert. Spiel, Community, Infrastruktur und Zugangssystem unterscheiden sich.

Meine Meinung als Spieler

Ich will vor allem geile, faire Runden mit meinen Mitspielern. Ich möchte nicht nach jedem guten Treffer überlegen müssen, ob dort Können oder ein Cheat dahintersteckt. Wenn BULKHEAD ein freiwilliges Angebot testet, das nachweisbar bessere Server, schnellere Moderation und weniger Cheater bringt, würde ich es mir ansehen.

Ein Versprechen wie „cheaterfrei“ würde ich trotzdem niemandem abnehmen. Ehrlicher wären konkrete Ziele und regelmäßig veröffentlichte Zahlen: Wie viele Matches sind betroffen? Wie schnell reagieren Admins? Wie viele Wiederholungstäter werden gestoppt? Und wie stark verbessert sich das Erlebnis gegenüber den normalen Servern?

Jetzt interessiert mich eure Meinung: Würdet ihr für bessere WARDOGS-Server und zusätzlichen Anti-Cheat monatlich zahlen? Wären fünf Euro eure Grenze, zehn Euro noch in Ordnung – oder gehört ein starker Schutz grundsätzlich in den Kaufpreis? Wäre euch eine einmalige Zugangshürde wie bei Rust lieber? Schreibt es in die Kommentare. Ich bin wirklich gespannt, wie die Community darüber denkt.

Quellen und Einordnung

Hinweis zum Titelbild: KI-generierte redaktionelle Illustration mit dem OldGamingMan77-Avatar. WARDOGS-Logo © BULKHEAD Interactive / Team17. Es handelt sich nicht um einen offiziellen Screenshot und nicht um eine Ankündigung von BULKHEAD.

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