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WARDOGS deaktiviert Steam Family Sharing: Cheater stoppen – Familien zahlen die Rechnung

WARDOGS hat Steam Family Sharing deaktiviert – und ehrlich gesagt enttäuscht mich diese Entscheidung. Den Grund kann ich nachvollziehen: Offenbar wurde die Familienfreigabe von Cheatern genutzt, um Sperren zu umgehen und mit einem anderen Konto weiterzumachen. Trotzdem finde ich die pauschale Lösung schlecht. Denn getroffen werden jetzt nicht nur Betrüger, sondern auch ehrliche Familien, in denen mehrere Menschen dasselbe Spiel zu unterschiedlichen Zeiten spielen möchten.

Für mich ist das wieder so ein Fall, bei dem eine sinnvolle Absicht zu einer viel zu groben Maßnahme führt: Cheater stoppen? Unbedingt. Aber warum müssen dafür alle Haushalte ihre Spielbibliothek abschließen? Am Ende umgehen die Betrüger vielleicht die nächste Hürde, während zahlende Familien die Einschränkung dauerhaft spüren.

Was hat sich bei WARDOGS geändert?

WARDOGS wurde vom Publisher in den Steam-Metadaten von der Familienfreigabe ausgeschlossen. Damit kann ein Mitglied einer Steam-Familie die Lizenz eines anderen Familienmitglieds nicht mehr nutzen. Wer WARDOGS auf seinem eigenen Steam-Konto spielen möchte, braucht nun eine eigene Lizenz.

Das ist wichtig richtig einzuordnen: Steam Families erlaubt ohnehin nicht, dass zwei Personen gleichzeitig dieselbe Spielekopie verwenden. Haben zwei Familienmitglieder nur eine Lizenz, können sie ein freigegebenes Spiel normalerweise lediglich abwechselnd spielen. Genau diese faire Nutzung zu verschiedenen Zeiten fällt bei WARDOGS nun weg.

Der Anti-Cheat-Grund ist verständlich

Laut einer offiziellen Mitteilung von WARDOGS Updates wurde Steam Family Sharing von einigen Konten gezielt missbraucht, um Banns zu umgehen, erneut zu cheaten und reguläre Matches zu stören. Wenn ein gesperrter Spieler über ein weiteres Familienkonto sofort wieder im Spiel landet, verliert eine Sanktion natürlich einen Teil ihrer Wirkung.

Gerade bei einem kompetitiven Multiplayer-Spiel verstehe ich deshalb, dass BULKHEAD reagieren muss. Ein einziger Cheater kann eine komplette Runde ruinieren. In WARDOGS stecken Zeit, Teamplay und Fortschritt. Wer ehrlich spielt, darf nicht zum Statisten für jemanden werden, der sich mit unerlaubten Hilfsmitteln Vorteile verschafft.

WARDOGS setzt bereits auf technische Erkennung, Serverprüfungen sowie Konto- und Hardwaremaßnahmen. Wenn Family Sharing tatsächlich als Hintertür für die Umgehung von Sperren genutzt wurde, darf der Entwickler diese Lücke nicht einfach ignorieren.

Die pauschale Abschaltung ist unfair

Mein Verständnis für den Kampf gegen Cheater endet dort, wo alle ehrlichen Spieler vorsorglich wie ein Risiko behandelt und zur Kasse gebeten werden. In vielen Haushalten gibt es mehr als einen Gamer, aber nicht jedes Spiel wird deshalb automatisch doppelt oder dreifach gekauft. Vielleicht spielt der Vater am Wochenende, die Tochter an einem anderen Abend und der Bruder erst später. Niemand spielt gleichzeitig, niemand umgeht eine Sperre und niemand schadet anderen.

Genau für solche Haushalte ist Steam Families gedacht: getrennte Konten, eigene Spielstände, eigene Erfolge und eigener Fortschritt – aber eine gemeinsam nutzbare Bibliothek im engen Familienkreis. Das ist keine windige Weitergabe an beliebige Fremde, sondern eine von Steam vorgesehene Funktion für einen Haushalt.

Die Abschaltung trifft deshalb ausgerechnet diejenigen, die sich an die Regeln halten. Sie verlieren eine praktische Funktion, obwohl sie mit dem Cheaterproblem nichts zu tun haben.

Bei 39,99 Euro wird das schnell teuer

WARDOGS kostet regulär auf Steam 39,99 Euro. Für ein Multiplayer-Spiel dieser Größe kann man über diesen Preis diskutieren, doch günstig ist er für eine Familie nicht. Benötigen zwei Personen im selben Haushalt trotz abwechselnder Nutzung jeweils eine eigene Lizenz, werden daraus 79,98 Euro. Bei drei Spielern sind es bereits 119,97 Euro.

Und noch einmal: Es geht nicht darum, mit einer einzigen Kopie gleichzeitig auf drei Rechnern zu spielen. Dafür wären auch mit Steam Families mehrere Exemplare nötig. Es geht um Familienmitglieder, die das Spiel zu unterschiedlichen Zeiten nutzen möchten.

Besonders enttäuschend finde ich den Zeitpunkt. WARDOGS ist als Early-Access-Spiel gestartet, und die Familienfreigabe wurde erst nach dem Start entfernt. Wer seine Kaufentscheidung auch davon abhängig gemacht hat, dass das Spiel innerhalb des Haushalts geteilt werden kann, steht nun vor veränderten Bedingungen. Das mag technisch möglich sein, fühlt sich als zahlender Kunde aber wie eine nachträgliche Verschlechterung an. Eine kurze Mitteilung ohne klare Perspektive reicht mir an dieser Stelle nicht.

Cheater bekämpfen, ohne jede Familie auszusperren

Eine dauerhafte Komplettabschaltung darf aus meiner Sicht nur die letzte Lösung sein. Ich würde mir von BULKHEAD und Steam gezieltere Maßnahmen wünschen:

Keine dieser Ideen ist trivial. Anti-Cheat ist ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel, und auch ein kleineres Studio kann nicht jede Wunschlösung sofort bauen. Aber eine schwierige technische Aufgabe macht eine pauschale Einschränkung für zahlende Kunden noch nicht automatisch zur besten Dauerlösung.

Meine Meinung: verständlicher Grund, enttäuschende Lösung

Ich will BULKHEAD an dieser Stelle nicht vorwerfen, Cheater wichtiger zu nehmen als Familien. Der Schutz ehrlicher Matches ist richtig und notwendig. Ich glaube dem Team auch, dass es einen konkreten Missbrauch gegeben hat und nicht einfach grundlos eine beliebte Steam-Funktion entfernt wurde.

Aber ich finde die jetzige Lösung zu hart und zu bequem. Ehrliche Spieler verlieren eine Leistung, weil andere Menschen betrügen. Bei einem Preis von 39,99 Euro kann man Familien nicht einfach sinngemäß sagen: Dann kauft es eben für jedes Konto noch einmal – selbst wenn ihr niemals gleichzeitig spielt. Das löst das Cheaterproblem auf dem Rücken der falschen Leute.

Mein Wunsch ist deshalb klar: Family Sharing sollte zurückkehren, sobald eine gezieltere Absicherung möglich ist. Bis dahin braucht es wenigstens Transparenz, einen überprüfbaren Zeitplan und im besten Fall eine faire Zweitlizenz für Haushalte.

WARDOGS macht mir weiterhin viel Spaß. Gerade deshalb ärgert und enttäuscht mich diese Entscheidung. Kritik daran ist kein Angriff auf das Spiel. Im Gegenteil: Weil ich WARDOGS mag und langfristig erfolgreich sehen möchte, muss man solche Entscheidungen offen ansprechen. Eine starke Community entsteht nicht nur durch harte Anti-Cheat-Maßnahmen, sondern auch durch einen fairen Umgang mit ehrlichen Spielern. Hier muss BULKHEAD aus meiner Sicht nachbessern.

Wie seht ihr das?

Ist die Abschaltung von Steam Family Sharing ein notwendiger Schutz vor Ban-Umgehung – oder werden ehrliche Familien damit zu stark bestraft? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.

Mehr zu WARDOGS

Passend dazu: WARDOGS, Premiumserver und Anti-Cheat – was wirklich diskutiert wird. Für Einsteiger und erfahrene Spieler wächst außerdem mein großer WARDOGS-Tipps-Guide laufend weiter.

Offizielle Quellen

Die Einordnung basiert ausschließlich auf der offiziellen Mitteilung von WARDOGS Updates, den offiziellen Sicherheits- und Durchsetzungsregeln von WARDOGS sowie den offiziellen Informationen von Steam zu Steam Families. Die Bewertung und Meinung in diesem Beitrag stammen von mir.

Das Titelbild ist eine eigens erstellte KI-Illustration mit meinem OldGamingMan77-Avatar und keine offizielle Grafik von BULKHEAD, Team17, Steam oder WARDOGS.

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